Eine Familie anzulegen dauert zwei Minuten — allein zu tippen ist allerdings nur halb so schön. Der zweite Schritt ist deshalb der wichtigere: die anderen dazuholen. Dafür gibt es genau einen Schlüssel, den Familien-Code, und drei Wege, ihn weiterzugeben. Dieser Artikel zeigt, wo der Code steckt, was die eingeladene Person zu sehen bekommt und woran es in der Praxis am häufigsten hängt.

Wo der Code steht

Der Code entsteht automatisch, sobald die Familie angelegt wird — ihn sich selbst auszudenken ist nicht nötig und auch nicht möglich. Zu finden ist er in der App unter dem Reiter Familie, in der Karte „Familien-Code". Diese Karte sieht jedes Mitglied, nicht nur der Familien-Admin: Einladen darf also jede und jeder aus der Familie, nicht nur die Person, die sie gegründet hat.

Der Code selbst ist zunächst eingeklappt. Zuerst stehen dort die beiden Kopier-Knöpfe, denn in den meisten Fällen braucht niemand den Code zu sehen — es genügt, ihn zu verschicken.

Weg 1: der Einladungslink

Ein Tipp auf „Einladungslink kopieren", und in der Zwischenablage liegt eine Adresse, die direkt auf die Beitrittsseite führt — mit dem Code schon eingetragen. Der Knopf bestätigt kurz mit „Link kopiert", danach lässt sich der Link in den Familienchat, in eine Nachricht oder in eine Notiz einfügen. Wer ihn antippt, muss nichts abschreiben und kann sich also auch nicht vertippen. Das ist der bequemste Weg, und für alle, die ein Smartphone in der Hand haben, der richtige.

Weg 2: die fertige Einladung als Text

Darunter liegt „Einladung als Text kopieren". Der Unterschied: Hier kopiert die App nicht nur den Link, sondern eine vollständige, schon formulierte Nachricht — mit Begrüßung, dem Namen eurer Familie und dem Hinweis, dass der Code beim Registrieren bereits vorausgefüllt ist. Einfügen, abschicken, fertig. Praktisch, wenn die Einladung an mehrere Leute einzeln gehen soll und man nicht jedes Mal zwei Sätze dazu tippen möchte.

Weg 3: den Code anzeigen und vorlesen

Bleibt der Fall, in dem kein Link hilft: Opa sitzt am Laptop, ihr seid am Telefon. Dafür gibt es die kleine Schaltfläche „Code anzeigen". Sie klappt den Code in Schreibmaschinenschrift auf, gut lesbar und mit einem Antippen komplett markiert — zum Diktieren oder zum Abschreiben.

Genau für diesen Fall ist der Code gebaut: Er ist 16 Zeichen lang und besteht ausschließlich aus Großbuchstaben und Ziffern, wobei die Verwechslungskandidaten fehlen. Es gibt kein I und keine 1, kein O und keine 0, kein L. Was am Telefon ankommt, kann deshalb kaum falsch verstanden werden. Auf der Beitrittsseite wandelt das Eingabefeld Kleinbuchstaben zudem selbst in Großbuchstaben um — auf Groß- und Kleinschreibung muss niemand achten.

Was die eingeladene Person sieht

Wer den Einladungslink öffnet, landet auf der Seite „Familie beitreten" — und sieht zuerst, wohin er eingeladen wurde: eine kleine Vorschau mit eurem Familienwappen, dem Familiennamen und den Benutzernamen der Mitglieder, die schon dabei sind. Das Feld für den Code taucht gar nicht auf, weil er aus dem Link übernommen wird. Stimmt etwas am Link nicht oder existiert die Familie nicht, steht an derselben Stelle „Familie nicht gefunden. Bitte prüfe den Link." — dann ist beim Kopieren etwas verloren gegangen.

Weil die Vorschau Familiennamen und Mitglieder zeigt, gilt dasselbe wie bei jeder Einladung: Schickt den Link an die Leute, die wirklich mitspielen sollen. Ein bereits vergebener Code lässt sich in der App nicht gegen einen neuen austauschen; er bleibt, solange die Familie besteht. Wer versehentlich beigetreten ist, kann aber vom Familien-Admin wieder entfernt werden — mehr dazu im Artikel über die Einstellungen des Familien-Admins.

Ohne Link: den Code selbst eintragen

Der zweite Weg hinein führt über den Startbildschirm der App: „Familie beitreten" antippen und den Code in das Feld „Familien-Code" schreiben. Danach ist der Ablauf derselbe wie über den Link.

Ein nützlicher Nebeneffekt, wenn mehrere Personen dasselbe Gerät benutzen — etwa das Tablet in der Küche: Das Gerät merkt sich den Code, mit dem dort zuletzt jemand beigetreten ist, und trägt ihn beim nächsten Mal schon ins Feld ein. Der zweite und dritte Mitspieler am selben Gerät müssen ihn also nicht erneut heraussuchen.

Was beim Beitritt ausgefüllt wird

Drei Angaben, nicht mehr: ein Benutzername, ein Passwort mit mindestens acht Zeichen und dasselbe Passwort zur Bestätigung. Dazu kommt ein Häkchen — die Einwilligung, dass Familienname, Platzierung und Punktzahl in der öffentlichen Rangliste für registrierte Nutzer sichtbar sind. Eine E-Mail-Adresse verlangt die App nicht, auch keine Telefonnummer; warum das so gebaut ist, steht in Anmeldung ohne E-Mail-Adresse. Nach dem Absenden ist die Person sofort angemeldet und steht in eurer Familie.

Der Benutzername darf höchstens 16 Zeichen lang sein und nur Buchstaben, Zahlen und Leerzeichen enthalten. Und er muss eindeutig sein — nicht nur in eurer Familie, sondern insgesamt. Kommt beim Beitreten „Benutzername bereits vergeben", ist der Wunschname anderswo schon in Gebrauch; „Oma Renate" statt „Oma" löst das meist auf einen Schlag. Wer mag, macht daraus gleich ein kleines Spiel: Ideen für Namen sammelt der Artikel Tippspiel-Namen.

Den Code braucht niemand aufzuheben

Eine Frage, die regelmäßig kommt: Muss sich jetzt jeder diesen 16-stelligen Code merken? Nein. Er ist ausschließlich für die Registrierung nötig. Beim späteren Anmelden fragt die App nur nach Benutzername und Passwort — der Code spielt danach keine Rolle mehr. Weitergeben muss ihn also nur die Person, die noch jemanden einladen will.

Wie viele Plätze der Code öffnet

Eine neue Familie startet mit drei Plätzen, kostenlos und ohne Zahlungsdaten. Sind die belegt, funktioniert der Code nicht mehr, bis Platz geschaffen wird: Der Familien-Admin kann entweder ein Mitglied entfernen oder weitere Plätze freischalten — in Blöcken von zehn für 2,99 € je Block, also zehn, zwanzig und so weiter bis höchstens fünfzig Plätze. Der Kauf gilt für die laufende Saison. Auf der Seite Familie steht dauerhaft, wie viele Plätze von wie vielen belegt sind. Was der kostenlose Einstieg genau umfasst, fasst Bundesliga Tippspiel kostenlos starten zusammen.

Wenn alle gleichzeitig loslegen

Noch ein praktischer Hinweis für den Familiennachmittag, an dem sich alle auf einmal anmelden: Aus demselben Internetanschluss lässt die App nur eine begrenzte Zahl von Beitritten in kurzer Folge zu — ein Schutz gegen automatisierte Anmeldungen. Wer an die Grenze stößt, liest „Zu viele Beitritts-Versuche. Bitte warte 10 Minuten." Das ist kein Fehler und nichts geht verloren; nach einer kurzen Pause geht es weiter. In einer Familie mit drei bis fünf Leuten wird das ohnehin selten zum Thema.

Drei Tipps aus der Praxis

Erstens: Schickt die Einladung dort hin, wo eure Familie sowieso schreibt. Ein Link im Familienchat wird angetippt, eine Mail mit Betreff „Tippspiel" liegt drei Tage ungelesen herum.

Zweitens: Hängt einen Satz dazu, wann es losgeht — „bis Freitag getippt" ist eine klare Aufgabe, „schau mal rein" ist keine. Wie sich daraus eine Gewohnheit machen lässt, zeigt die Checkliste für den Spieltag.

Drittens: Bei Großeltern lohnt sich der Anruf mehr als die Nachricht. Code anzeigen, langsam vorlesen, gemeinsam den Benutzernamen aussuchen — und im gleichen Gespräch die App auf den Startbildschirm legen, das erklärt die Installation in drei Schritten. Warum sich der Aufwand lohnt, steht in Oma, Opa, Enkel.

Kurz zusammengefasst: Den Code findet ihr unter Familie, geteilt wird er als Link, als fertige Nachricht oder vorgelesen. Die eingeladene Person braucht Benutzername und Passwort, sonst nichts — keine E-Mail-Adresse. Danach ist der Code erledigt. Den kompletten Weg von der Gründung bis zum ersten Tipp geht In 3 Schritten zur eigenen Tipp-Familie durch.