„Kostenlos" steht bei vielen Tippspielen im Angebot und meint dann doch eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse, Werbung zwischen den Spielen oder einen Einsatz in der Kasse. Bei uns heißt es: Ihr legt eine Familie an und tippt los. Damit vor eurem ersten Spieltag nichts unklar bleibt, steht hier alles, was der Einstieg wirklich verlangt — und wo die Grenze des kostenlosen Umfangs liegt.

Kostenlos heißt: drei Plätze

Jede neue Familie startet mit 3 Plätzen. Das ist der Standard, den ihr ohne jede Zahlung bekommt, und der Gründer zählt mit — es sind also drei Personen insgesamt, zum Beispiel Mama, Papa und ein Kind. Zeitlich ist das nicht begrenzt: Es gibt keine Testphase, die abläuft, und keine Funktion, die nach ein paar Spieltagen zumacht. Ihr tippt in dieser Größe eine ganze Saison durch, ohne dass Kosten entstehen. Wollt ihr zu viert oder größer spielen, braucht es ein Upgrade — dazu weiter unten mehr.

Was die Anmeldung verlangt (und was nicht)

Für eine neue Familie füllt ihr genau vier Dinge aus: einen Familiennamen (bis 50 Zeichen), euren eigenen Benutzernamen (bis 16 Zeichen, Buchstaben, Zahlen und Leerzeichen), ein Passwort mit mindestens 8 Zeichen — einmal zur Bestätigung wiederholt — und die Liga, auf die eure Familie tippt. Dazu setzt ihr ein Häkchen dafür, dass Familienname, Platzierung und Punktzahl in der öffentlichen Rangliste für alle angemeldeten Nutzer sichtbar sind.

Was nicht abgefragt wird: eine E-Mail-Adresse. Das Konto besteht aus Benutzername und Passwort, sonst nichts. Genau deshalb können auch Kinder und Großeltern ohne eigenes Postfach mitspielen. Der Preis dafür ist ehrlich zu nennen: Weil keine Adresse hinterlegt ist, gibt es auch keine automatische Passwort-Zurücksetzung per Mail — ein neues Passwort setzt stattdessen der Familien-Admin.

Ein Tipp zum Familiennamen: Er wird anderen Familien in der Rangliste angezeigt. Ein Spitzname wie „Die Sofa-Experten" ist deshalb die bessere Wahl als der echte Nachname. Ändern lässt er sich später jederzeit.

Die Liga wählt ihr beim Anlegen

Beim Erstellen der Familie steht eine Liste der verfügbaren Ligen und Wettbewerbe. Die gerade laufende ist vorausgewählt und mit einem kleinen „läuft" markiert, damit ihr nicht versehentlich auf einen Wettbewerb setzt, der erst in Monaten beginnt. Alle Mitglieder eurer Familie tippen auf dieselbe Liga. Später kann der Familien-Admin eine zweite dazunehmen — im Standard sind zwei Ligen parallel möglich, und die zweite kostet nichts extra. Wie das zusammenspielt, steht in Zwei Ligen, ein Konto.

So kommen die anderen dazu

Nach dem Anlegen erzeugt die App einen 16-stelligen Familien-Code. Auf der Familien-Seite gibt es dafür zwei Knöpfe: „Einladungslink kopieren" und „Einladung als Text kopieren" — den Text könnt ihr direkt in die Familiengruppe schicken. Wer den Link öffnet, sieht euren Familiennamen und wer schon dabei ist; der Code ist dort bereits eingetragen und muss nicht abgetippt werden. Der oder die Neue vergibt nur noch Benutzername und Passwort.

Zwei Kleinigkeiten, die beim ersten Mal überraschen können: Der Benutzername muss über die ganze App eindeutig sein — „Papa" ist vielleicht schon vergeben, „Papa Michael" dann nicht mehr. Und wenn alle Plätze belegt sind, kommt niemand mehr hinein, bis wieder einer frei ist oder ihr aufstockt. Wie eine Familie Schritt für Schritt entsteht, zeigt In 3 Schritten zur eigenen Tipp-Familie.

Wenn ihr mehr als drei seid

Auf der Familien-Seite steht immer, wie viele Plätze belegt sind — etwa „2 von 3 Plätzen belegt". Reicht das nicht, lassen sich weitere Plätze freischalten: Der erste Block hebt die Familie von 3 auf 10 Plätze und kostet 2,99 €, jeder weitere Block bringt zehn dazu — also 20, 30, 40 und höchstens 50 Plätze. Danach ist Schluss; mehr geht nicht.

Bezahlt wird im Browser über PayPal, in der iPhone-App über Apples In-App-Kauf. Vor dem Kauf bestätigt ihr, dass die Plätze sofort freigeschaltet werden — und dass damit das 14-tägige Widerrufsrecht für diesen Kauf entfällt. Wichtig für die Planung: Zusätzliche Plätze gelten für die laufende Saison. Mit deren Ende fällt die Familie auf die 3 kostenlosen Plätze zurück; wer in der neuen Saison wieder größer spielen möchte, kauft erneut. Es ist also kein Abo, das still weiterläuft — es verlängert sich auch nichts von allein.

Was euch am ersten Spieltag erwartet

Unter „Tipps" stehen die Spiele der nächsten acht Tage, und zwar immer ganze Spieltage: Fällt auch nur eine Partie in dieses Fenster, seht ihr den kompletten Spieltag und könnt alles auf einmal eintragen. Ein Tipp besteht aus zwei Zahlen — Tore der Heimmannschaft, Tore der Gastmannschaft — und lässt sich bis zum Anpfiff beliebig oft ändern.

Der Tippschluss gilt pro Spiel einzeln, nicht für den ganzen Spieltag: Jede Partie schließt zu ihrem eigenen Anstoß, die übrigen bleiben offen. Warum das so streng gehandhabt wird, erklärt Fair bis zum Anpfiff. Habt ihr einmal einen Rhythmus, hilft die Checkliste für den Spieltag dabei, nichts zu vergessen.

Punkte gibt es auch für halbrichtige Tipps

Nach dem Abpfiff wertet die App jeden Tipp automatisch aus. Das exakte Ergebnis bringt 3 Punkte, die richtige Tordifferenz bei einem Sieg oder einer Niederlage 2 Punkte, die richtige Tendenz allein 1 Punkt. Ein getipptes Unentschieden auf ein Unentschieden ergibt 1 Punkt, weil die Tordifferenz dort immer null ist — die 3 Punkte gibt es nur beim genauen Ergebnis. Das ist gerade für Einsteiger wichtig: Man muss nicht treffsicher sein, um mitzuhalten. Die Stufen mit Rechenbeispielen erklärt So funktioniert das Punktesystem. Ergebnisse und Termine holt sich die App selbst — niemand muss etwas eintragen oder nachrechnen.

Was bewusst fehlt

Keine Werbung, kein Tracking, keine Quoten, kein Geldeinsatz. Das Tippspiel finanziert sich allein über die zusätzlichen Plätze, nicht über Daten — die Gründe stehen in Warum es bei uns keine Werbung und kein Tracking gibt. Für den Start heißt das ganz praktisch: Ihr müsst niemandem erklären, was eine Quote ist, und niemand muss Geld in eine Kasse legen.

Die Kurzfassung vor dem ersten Spieltag

Familie anlegen, Liga wählen, Einladungslink an zwei weitere Personen schicken, Tipps für den ersten Spieltag eintragen — mehr braucht es nicht, und es kostet nichts. Legt euch das Tippspiel danach am besten gleich als App auf den Startbildschirm, dann ist der Weg zum Tippen kurz genug, dass ihn auch alle gehen. Und wer vorher wissen möchte, was sonst noch alles drinsteckt, findet den Rundgang in Bundesliga Tippspiel für die Familie: Alle Funktionen im Überblick.

Wer zu dritt bleibt, zahlt nie etwas. Und wer später doch die ganze Verwandtschaft dabeihaben will, entscheidet das in Ruhe mitten in der Saison — nicht schon bei der Anmeldung.