Bei den meisten Diensten beginnt das Mitmachen mit einer E-Mail-Adresse: eintragen, Postfach öffnen, Bestätigungslink suchen, zurückwechseln. Für eine ganze Familie heißt das im Zweifel, dass jemand für Oma erst ein Postfach durchsucht, bevor sie ihren ersten Tipp abgeben darf. Bei uns entfällt dieser Schritt vollständig. Für ein Konto im Familien Tippspiel braucht es einen Benutzernamen und ein Passwort — und sonst nichts.

Was das Anmeldeformular tatsächlich abfragt

Es gibt zwei Wege hinein, je nachdem, ob ihr die Familie gründet oder einer bestehenden beitretet. Wer eine neue Familie erstellt, wählt die Liga aus, gibt einen Familiennamen ein (bis 50 Zeichen), dazu den eigenen Benutzernamen und ein Passwort, das zur Sicherheit zweimal eingetippt wird. Wer einer Familie beitritt, braucht statt Liga und Familiennamen nur den 16-stelligen Familien-Code — und auch der steht schon im Einladungslink, wenn ihr über diesen kommt. Dann wieder: Benutzername, Passwort, fertig. In beiden Formularen gibt es kein Feld für eine E-Mail-Adresse, keines für eine Telefonnummer und keines für einen Klarnamen.

Ein Häkchen setzt ihr trotzdem: die Einwilligung, dass euer Familienname samt Platzierung und Punktzahl in der Rangliste für alle registrierten Nutzer sichtbar ist. Das gehört zum Spiel, und wir sagen es lieber vorher deutlich. Beim Familiennamen steht deshalb auch der Hinweis, gerne einen Spitznamen statt des echten Nachnamens zu nehmen.

Kein Feld heißt auch: kein Platz dafür im Hintergrund

Das ist kein Formular-Trick, bei dem die Adresse später doch nachgefragt wird. Zu einem Konto gehören bei uns der Benutzername, das verschlüsselt gespeicherte Passwort, die Familie, in der ihr spielt, sowie eure Punkte und die Anzahl eurer exakten Tipps. Ein Feld für eine E-Mail-Adresse ist schlicht nicht vorgesehen. Damit gibt es auch nichts, was versehentlich für einen Newsletter verwendet, an Dritte weitergegeben oder bei einem Zwischenfall verloren gehen könnte. Warum wir generell so sparsam mit Daten umgehen, steht in Warum es bei uns keine Werbung und kein Tracking gibt; die vollständige Aufstellung findet ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Die Regeln für den Benutzernamen

Der Benutzername darf bis zu 16 Zeichen lang sein und aus Buchstaben, Zahlen und Leerzeichen bestehen — „Opa Werner" oder „Mama" sind also völlig in Ordnung, Sonderzeichen dagegen nicht. Weil ihr euch später allein damit anmeldet, muss er im gesamten Tippspiel nur einmal vorkommen. Ist er schon vergeben, sagt das Formular das sofort, und ihr wählt eine Variante. Beim Anmelden ist die Groß- und Kleinschreibung übrigens egal: „opa werner" führt zum selben Konto wie „Opa Werner".

Praktisch bewährt hat sich der Name, unter dem euch die Familie ohnehin kennt. Er steht später in der Mitgliederliste, in der Familien-Rangliste und bei den Statistiken — und er lässt sich auf der Seite „Familie" jederzeit ändern, falls er doch nicht passt.

Das Passwort: mindestens 8 Zeichen, verschlüsselt gespeichert

Verlangt wird nur eine Mindestlänge von 8 Zeichen, keine Pflicht zu Sonderzeichen und keine Ablauffrist. Gespeichert wird das Passwort nie im Klartext, sondern ausschließlich als kryptografischer Hash — auch wir können es nicht auslesen. Im Formular gibt es ein Augen-Symbol, mit dem ihr die Eingabe sichtbar machen könnt, und ein zweites Feld zum Bestätigen. Das klingt lästig, verhindert aber genau den Fall, der ohne E-Mail-Adresse besonders unangenehm wäre: ein Vertipper im Passwort, der erst beim nächsten Anmelden auffällt.

Anmelden: zwei Felder, kein Familien-Code

Beim späteren Einloggen genügen Benutzername und Passwort. Den Familien-Code braucht ihr dafür nicht mehr — der ist nur für den Beitritt da. Die Anmeldung merkt sich das Gerät über ein verschlüsseltes Session-Cookie, sieben Tage lang, damit ihr nicht bei jedem Öffnen von vorn anfangen müsst. Dasselbe Konto funktioniert auf allen Geräten: am Laptop, auf dem iPhone, auf dem Android-Tablet. Ein zweites Konto für das zweite Gerät braucht niemand — und wäre auch keine gute Idee, weil die Punkte dann auf zwei Namen verteilt lägen.

Die ehrliche Kehrseite: „Passwort vergessen"

Ohne E-Mail-Adresse gibt es keine Mail mit einem Zurücksetzen-Link. Statt dessen läuft es innerhalb der Familie: Die Person, die eure Familie gegründet hat, setzt auf der Seite „Familie" bei dem betroffenen Mitglied ein neues Passwort. Das dauert ein paar Sekunden und braucht kein Postfach. Wer sein Passwort nur wechseln möchte, macht das dort ebenfalls selbst. Was der Familien-Ersteller sonst noch alles einstellen kann, steht in Familien-Admin: Was ihr als Familiengründer alles einstellen könnt.

Und wenn der Gründer selbst nicht mehr hineinkommt? Dann hilft eine Nachricht an uns. Zur Prüfung brauchen wir den Benutzernamen und den Familien-Code — ohne diese beiden Angaben setzen wir aus Sicherheitsgründen nichts zurück. Deshalb der einzige echte Rat dieses Artikels: Schreibt euch den Familien-Code einmal auf, so wie ihr euch früher eine Telefonnummer notiert habt.

Warum uns das die Umstände wert ist

Der wirksamste Schutz für Daten, die niemand braucht, ist, sie gar nicht erst zu erheben. Bei einem Tippspiel, bei dem Kinder und Großeltern mitspielen, ist das mehr als eine Grundsatzfrage: Es entscheidet oft darüber, ob jemand überhaupt mitmacht. Ein Benutzername und ein Passwort sind eine Hürde, die am Küchentisch in einer Minute genommen ist — eine Adressbestätigung im Postfach ist es für viele nicht. Wie so ein Start Schritt für Schritt aussieht, zeigt In 3 Schritten zur eigenen Tipp-Familie.

Kurz gesagt: zwei Felder, kein Postfach, kein Bestätigungslink. Und wenn sich daran je etwas ändern sollte, sagen wir es hier deutlich — nicht versteckt in einer Fußnote.