Zwischen einem Zwölfjährigen und seiner Großmutter liegen selten gemeinsame Themen. Er kennt die Aufstellung auswendig, sie hat den Verein noch aus dem Radio im Ohr. Ein Tippspiel ist eine der wenigen Beschäftigungen, bei denen dieser Abstand keine Rolle spielt: Beide schreiben zwei Zahlen auf, und am Sonntagabend steht in derselben Tabelle, wer näher dran war. Wir haben das Familien Tippspiel von Anfang an für genau diese Mischung gebaut — nicht für Experten, sondern für Familien, in denen alle mitmachen sollen.

Ein Tipp verlangt kein Fachwissen

Wer die Bundesliga verfolgt, hat keinen so großen Vorsprung, wie er denkt. Für das exakte Ergebnis gibt es 3 Punkte, für die richtige Tordifferenz 2 und für die richtige Tendenz — Sieg, Niederlage oder Unentschieden — immer noch 1 Punkt. Wer einfach auf die Heimmannschaft setzt, weil das Trikot schöner ist, schreibt also regelmäßig mit an. Genau diese Punktestufen sorgen dafür, dass eine Tabelle über eine Saison spannend bleibt, statt dass ein einzelner Kenner enteilt.

Anmelden ohne E-Mail-Adresse

Die häufigste Hürde beim Mitmachen ist nicht das Spiel, sondern die Anmeldung. Bei uns braucht es dafür einen Benutzernamen und ein Passwort — mehr nicht. Keine E-Mail-Adresse, keine Telefonnummer, keine Bestätigungsmail, die im falschen Postfach landet. Wer der Familie beitritt, gibt einmalig den 16-stelligen Familien-Code ein, den ihr vorher weitergegeben habt. Als Benutzername darf ruhig stehen, was ihr euch auch zurufen würdet: „Opa Werner" ist genauso gültig wie „Mama". In der Rangliste liest sich das später deutlich schöner als eine Reihe von Kürzeln.

Wenn das Passwort doch vergessen wird

Ohne hinterlegte E-Mail-Adresse gibt es auch keinen „Passwort vergessen"-Link — deshalb übernimmt das jemand aus der Familie. Wer die Familie gegründet hat, kann in der Familien-Verwaltung für jedes Mitglied ein neues Passwort setzen und auch den Benutzernamen ändern. Das erledigt ein Anruf am Sonntagnachmittag, statt dass jemand wochenlang ausgesperrt bleibt und irgendwann aufgibt. Für Mitglieder, die selten mit Technik zu tun haben, ist das oft der entscheidende Unterschied.

Der Spieltag bekommt einen festen Termin

Tipps sind bis zum Anpfiff möglich, danach ist die Partie geschlossen. Diese Frist wirkt nebenbei wie eine Verabredung: Freitagabend wird getippt, sonst ist der Zug abgefahren. Wer sich schwer erinnert, muss sich nichts notieren — die Startseite listet auf, für welche anstehenden Spiele noch kein Tipp abgegeben wurde. Und wenn das Tippspiel auf dem Startbildschirm liegt wie jede andere App, wird daraus schnell eine Gewohnheit statt einer Aufgabe.

Gesprächsstoff, den niemand geplant hat

Nach ein paar Spieltagen wertet die App die Tipps der Familie aus, und dabei kommen Rollen heraus, die vorher niemand vergeben hat: der „Optimistischste" mit dem höchsten Tore-Durchschnitt, der „Unentschieden-Fan", der „Beton-Tipper", der immer wieder dasselbe Ergebnis einträgt, oder der „Rebell", der besonders oft gegen die Mehrheit der Familie liegt. Dazu kommen die „Tipp-Zwillinge", also die beiden mit den ähnlichsten Tipps, und die „Erzrivalen", die fast nie übereinstimmen. Erfahrungsgemäß sind das die Dinge, über die beim nächsten Kaffee geredet wird — nicht die Punktetabelle.

Wie groß die Familie werden darf

Eine Familie startet kostenlos mit bis zu 3 Mitgliedern. Wenn Tanten, Cousins und Schwiegereltern dazukommen sollen, lässt sie sich in Blöcken von 10 zusätzlichen Plätzen für je 2,99 € erweitern, bis maximal 50 Plätze. Gekaufte Plätze gelten für die laufende Saison. Werbung oder Tracking gibt es dabei nicht — warum wir uns dagegen entschieden haben, steht in einem eigenen Artikel.

Der einfachste Anfang ist ein einzelner Spieltag: Familie anlegen, Code in die Familiengruppe schicken und schauen, wer bis Freitag getippt hat. Alles Weitere ergibt sich meistens von selbst.