Der Wunsch kommt meistens vom Kind: Papa tippt, Oma tippt, die großen Geschwister tippen — und jetzt will es auch mitmachen. Bevor Eltern da Ja sagen, kommen die üblichen Fragen. Wird da um Geld gespielt? Wer sieht den Namen meines Kindes? Was blinkt in der App, wenn es sie aufmacht? Und was kann es aus Versehen anklicken? Dieser Artikel beantwortet genau diese Fragen für unser Bundesliga Tippspiel — ausschließlich anhand dessen, was die App tatsächlich tut, inklusive der Stellen, an denen ihr selbst aufpassen müsst.

Kein Einsatz, keine Quoten, kein Gewinn in Euro

Der wichtigste Punkt zuerst, weil er Tippspiel und Sportwette trennt: Bei uns wird kein Geld eingesetzt und keines ausgezahlt. Es gibt keinen Topf, in den alle einzahlen, keine Quoten, keine Wettanbieter im Hintergrund und keine Möglichkeit, auf einen Ausgang „zu setzen". Getippt wird ein Ergebnis — zwei Zahlen, mehr nicht. Bewertet wird nach einem festen Schlüssel: 3 Punkte für das exakte Ergebnis, 2 Punkte für die richtige Tordifferenz, 1 Punkt für die richtige Tendenz, 0 Punkte, wenn die Tendenz danebenlag. Punkte sind die einzige Währung, die das Spiel kennt; ausführlich steht das in So funktioniert das Punktesystem.

Für ein Kind heißt das: Es kann nichts verlieren außer einem Platz in der Familienrangliste. Und wenn ihr trotzdem einen Preis auslobt, legt ihr den selbst fest — der Klassiker ist, dass der Letzte am nächsten Spieltag den Tisch deckt.

Keine Werbung, kein Tracking, keine Benachrichtigungsflut

In der App wird nichts eingeblendet: keine Banner, keine gesponserten Kacheln zwischen den Spielen, keine Anzeigen in der Rangliste. Es läuft auch kein Analyse-Werkzeug und kein Werbe-Pixel mit, weder in der App noch auf dieser Seite. Das einzige Cookie, das gesetzt wird, ist das verschlüsselte Session-Cookie der Anmeldung, damit man beim nächsten Öffnen noch eingeloggt ist. Warum wir uns das leisten können und wie es finanziert ist, steht in Warum es bei uns keine Werbung und kein Tracking gibt.

Praktisch bedeutet das für euch: Es gibt in der App nichts, was ein Kind anklicken und dadurch auf einer fremden Seite landen könnte. Kein Gewinnspiel, keine Umleitung zu einem Wettanbieter, kein Newsletter, in den es sich versehentlich einträgt.

Die Anmeldung fragt nicht nach Name, Alter oder E-Mail-Adresse

Ein Konto besteht aus zwei Angaben: einem Benutzernamen (höchstens 16 Zeichen, erlaubt sind Buchstaben, Zahlen und Leerzeichen) und einem Passwort mit mindestens 8 Zeichen. Es gibt kein Feld für eine E-Mail-Adresse, keines für eine Telefonnummer und keines für ein Geburtsdatum — und zwar nicht nur im Formular, sondern auch in den gespeicherten Daten ist dafür nichts vorgesehen. Was für Erwachsene angenehm ist, ist bei Kindern das eigentliche Argument: Es gibt schlicht keine Kontaktdaten eures Kindes, die irgendwohin gelangen könnten. Mehr dazu in Anmeldung ohne E-Mail-Adresse: Benutzername und Passwort genügen.

Unser Rat: Nehmt für das Kind einen Vornamen oder einen Spitznamen, kein „Vorname Nachname". Beim Familiennamen schlägt die App das von sich aus vor — gerne ein Spitzname statt des echten Nachnamens. Beides lässt sich später jederzeit ändern.

Wer euer Kind sehen — und wer es ansprechen kann

Das ist erfahrungsgemäß die Frage, bei der Eltern am genauesten hinschauen. Die Antwort ist kurz: Es gibt keine Chat-Funktion. Keine Kommentare, keine Nachrichten, keine Freundschaftsanfragen, keine Profilbilder. Die App hat fünf Bereiche — Start, Tipps, Rangliste, Liga-Rang und Familie — und in keinem davon kann jemand eurem Kind schreiben. Getippt wird mit Zahlen, nicht mit Text.

Sichtbar nach außen sind drei Dinge: euer Familienname, eure Platzierung und eure Punktzahl, sobald ihr im Liga-Rang mitspielt — dafür setzt ihr beim Anlegen der Familie ausdrücklich ein Häkchen. Die Namen einzelner Mitglieder bleiben innerhalb eurer Familie. Eine Ausnahme solltet ihr kennen: Wer euren Einladungslink bekommt, sieht vor dem Beitritt eine Vorschau mit dem Familiennamen und den Namen derer, die schon dabei sind — auch ohne eigenes Konto. Verschickt ihn also nur an Leute, die wirklich mittippen sollen, und postet ihn nicht in offene Gruppen.

Umgekehrt gilt dasselbe: In eure Familie kommt nur, wer euren Familien-Code hat. Fremde können sich nicht dazustellen, es gibt keine öffentliche Suche nach Familien und keine Einladungen von außen. Nach einem Alter fragt die App deshalb auch nicht — die Tür zu eurer Familie ist der Code, und den gebt ihr weiter.

Was ihr als Familiengründer in der Hand habt

Wer die Familie anlegt, ist automatisch Familien-Admin. Diese Rolle gibt euch genau die Werkzeuge, die man als Elternteil braucht:

Passwort zurücksetzen. Weil es keine E-Mail-Adresse gibt, gibt es auch keinen „Passwort vergessen"-Link. Stattdessen setzt ihr auf der Familienseite direkt ein neues Passwort für das Kind — praktisch am Abend vor dem Spieltag, wenn es das alte nicht mehr weiß.

Benutzernamen ändern. Falls doch ein voller Name oder etwas Unpassendes im Feld gelandet ist, ändert ihr ihn ohne Umweg.

Mitglied entfernen. Dabei wird das Konto samt seinen Tipps gelöscht, nicht nur ausgeblendet. Das ist der schnellste Weg, wenn ein Konto wieder verschwinden soll.

Familiennamen ändern und die Admin-Rolle übertragen. Damit könnt ihr die Verwaltung später abgeben, etwa an den zweiten Elternteil. Alles dazu steht in Familien-Admin: Was ihr als Familiengründer alles einstellen könnt.

Geld: drei Plätze kostenlos — und die eine Stelle, an der ihr hinschauen solltet

Eine neue Familie startet mit drei Plätzen, die dauerhaft nichts kosten: kein Probemonat, keine hinterlegte Karte, keine Kündigung. Werdet ihr mehr — bei zwei Eltern und zwei Kindern seid ihr schnell über drei —, erweitert ihr die Familie in Blöcken von je 10 zusätzlichen Plätzen für 2,99 €, bis höchstens 50 Plätze. Wichtig, weil es oft anders erwartet wird: Gekaufte Zusatzplätze gelten für die laufende Saison; für eine neue Saison ist ein erneuter Kauf nötig. Die drei Grundplätze laufen nicht ab.

Und jetzt der Teil, den wir nicht schönreden: Den Knopf „Upgraden" sieht auf der Familienseite jedes angemeldete Mitglied, nicht nur der Familien-Admin. Bezahlt wird allerdings außerhalb unserer App — im Web über eine Weiterleitung zu PayPal, in der iOS-App über den Kauf-Dialog des Apple-Kontos, das auf dem Gerät angemeldet ist. Zahlungsdaten erreichen unsere Server nie; wir bekommen nur die Bestätigung, dass bezahlt wurde. Ohne Zugang zu diesem PayPal- oder Apple-Konto kann ein Kind also nichts auslösen. Wenn auf dem Familien-Tablet ein Bezahlkonto angemeldet ist, gelten trotzdem die Kauf-Einstellungen, die ihr auf dem Gerät gesetzt habt — das ist der Punkt, an dem ihr einmal kurz hinschauen solltet. Ein Kauf ist ein Vertrag; diese Entscheidung gehört zu euch, nicht zum Kind. Nachzulesen ist alles in unseren AGB, samt Widerrufsrecht. Wie weit man ohne jeden Kauf kommt, steht in Bundesliga Tippspiel kostenlos starten.

Warum Kinder beim Tippen tatsächlich mithalten

Tippen ist bei uns bewusst keine Tipparbeit: Das Ergebnis stellt man über je eine Plus- und eine Minus-Taste je Mannschaft ein, danach auf „Tipp abgeben" — keine Tastatur, kein Formular, keine Rechtschreibung. Das können schon Kinder bedienen, die noch nicht flüssig schreiben.

Dazu kommt das Punktesystem. Weil es schon einen Punkt für die richtige Tendenz gibt, hat auch ein Kind, das einfach auf seinen Lieblingsverein tippt, regelmäßig Erfolgserlebnisse. Der Abstand zu den Erwachsenen bleibt klein, und genau das hält die Sache über eine Saison am Laufen. Wie unterschiedlich die Tippweisen ausfallen, beschreibt Tendenz, Tordifferenz oder Volltreffer?

Und ganz wichtig fürs Geschwister-Klima: Vor dem Anpfiff sieht niemand die Tipps der anderen. Erst wenn ein Spiel abgepfiffen und gewertet ist, erscheinen alle Tipps der Familie untereinander mit ihren Punkten. Abschreiben ist also nicht möglich, und dass jemand seinen Tipp nachträglich ändert, auch nicht — mit dem Anpfiff ist er festgeschrieben.

Eine Rangliste, die niemanden bestraft

Innerhalb eurer Familie zählt allein die Punktzahl. Es gibt keinen Abzug, wenn jemand einen Spieltag verpasst, und keinen Beteiligungsfaktor wie beim Vergleich der Familien untereinander. Ein Kind, das zwei Wochen Klassenfahrt hat, verliert dadurch keine Punkte — es sammelt in dieser Zeit nur keine dazu. Für Eltern heißt das: Ihr müsst niemanden ans Tippen erinnern, damit die Familie keinen Schaden nimmt. Wer trotzdem ungern etwas verpasst, findet die eingebaute Erinnerung in Nie wieder einen Tipp vergessen.

Welche Daten überhaupt entstehen

Gespeichert wird, was das Spiel braucht: Benutzername und verschlüsseltes Passwort, die abgegebenen Tipps und die daraus errechneten Punkte, dazu Familienname, Familien-Code und die Mitgliederliste. Die Server stehen in Deutschland. In den üblichen Zugriffsprotokollen liegen IP-Adresse und Zeitpunkt für höchstens sieben Tage. Familien, die 360 Tage inaktiv waren, werden bei einer regelmäßigen Durchsicht gelöscht — und auf Anfrage löschen wir jederzeit sofort alles. Nachlesen könnt ihr das in unserer Datenschutzerklärung. Spielplan und Ergebnisse kommen übrigens automatisch aus der frei zugänglichen Sportdatenbank OpenLigaDB; niemand aus eurer Familie muss Ergebnisse eintragen.

Fünf Minuten Vorbereitung, die sich lohnen

Wenn ihr eure Familie für Kinder einrichtet, würden wir es so machen: Den Familiennamen als Spitznamen wählen. Für jedes Kind einen kurzen Benutzernamen ohne Nachnamen vergeben. Die Passwörter selbst festlegen und aufschreiben — zurücksetzen könnt ihr sie später ohnehin. Den Einladungslink nur direkt an die Personen schicken, die mittippen sollen. Und einmal gemeinsam einen Tipp abgeben, damit das Kind das Plus, das Minus und den Knopf „Tipp abgeben" kennt. Danach läuft es von allein.

Kurz gesagt: kein Einsatz, keine Quoten, keine Werbung, kein Tracking, kein Chat und keine E-Mail-Adresse. Was bleibt, ist ein Spiel, bei dem eure Familie gegeneinander tippt — und ein Kind, das am Samstag zum ersten Mal auf die Uhr schaut, weil gleich angepfiffen wird.