Wer die Tipps-Seite öffnet, sieht dort nicht die ganze Saison, sondern eine überschaubare Liste. Manchmal sind es neun Spiele, manchmal achtzehn, manchmal steht der komplette nächste Spieltag da, obwohl er erst in zwei Wochen angepfiffen wird. Dahinter steckt kein Zufall, sondern eine feste Regel — das Tipp-Fenster. Dieser Artikel erklärt, wie es funktioniert und warum es so gebaut ist.
Die Grundregel: fünf Tage nach vorn
Die App schaut vom aktuellen Zeitpunkt fünf Tage in die Zukunft. Alles, was in diesem Zeitraum angepfiffen wird, gehört ins Fenster und steht unter „Kommend" zum Tippen bereit. Was danach kommt, bleibt zunächst außen vor. Das ist der einfache Teil — und für sich genommen wäre er auch der falsche, deshalb kommt gleich die wichtigere zweite Regel.
Ein Spieltag wird nie angeschnitten
Ein Spieltag ist keine Sache von einem Tag. In der Bundesliga verteilt er sich üblicherweise über Freitag, Samstag und Sonntag, bei Englischen Wochen auch über andere Tage; eine Turnierrunde kann sich sogar über vier Tage ziehen. Ein reines Tagesfenster hätte davon je nach Wochentag nur einen Teil gezeigt — ihr hättet die Freitagspartie tippen können, die Sonntagsspiele aber erst zwei Tage später zu sehen bekommen.
Deshalb rechnet die App nicht in einzelnen Spielen, sondern in ganzen Spieltagen: Sobald mindestens ein Spiel eines Spieltags in die nächsten fünf Tage fällt, wird dieser Spieltag komplett angezeigt — auch die Partien, die eigentlich schon hinter dem Fenster liegen. Ihr könnt einen Spieltag also immer am Stück durchtippen, an einem Abend, in einem Rutsch. Kein halber Spieltag, keine Nachzügler, die man später noch einmal aufsuchen muss.
Woran die App erkennt, was ein Spieltag ist
Die Zuordnung kommt aus dem Spielplan selbst: Spiele tragen die Bezeichnung ihres Spieltags mit, also etwa „1. Spieltag" oder, in Turnierwettbewerben, den Namen der Runde. Genau diese Bezeichnung nutzt die App, um Partien zu einem Spieltag zusammenzufassen. Liefert ein Wettbewerb ausnahmsweise keine solche Angabe, greift als Ersatz der Kalendertag — dann bilden alle Spiele desselben Tages die Einheit, die nicht getrennt wird.
Jede Liga wird für sich betrachtet
Spielt eure Familie zwei Wettbewerbe, laufen die selten im Gleichschritt. Die eine Liga hat ihren nächsten Spieltag am Wochenende, die andere erst in drei Wochen. Das Fenster wird deshalb je Liga getrennt berechnet: Die eine Liga zeigt ihren Spieltag, weil er im Fenster liegt — und die andere geht dabei trotzdem nicht leer aus. Wie zwei Wettbewerbe in einem Konto zusammenspielen, steht in Zwei Ligen, ein Konto.
Länderspielpause? Dann kommt der nächste Spieltag trotzdem
Genau dafür gibt es einen Auffang: Liegt in den nächsten fünf Tagen kein einziges Spiel einer Liga — Länderspielpause, Winterpause, eine Turnierrunde, die noch weit weg ist —, dann zeigt die App den nächsten Spieltag dieser Liga vollständig an, auch wenn er noch Wochen entfernt ist. Die Tipps-Seite ist also nie leer, solange der Spielplan veröffentlicht ist, und ihr könnt jederzeit vorarbeiten. Wer mag, tippt die ganze Runde schon Tage vorher durch; die Eingabe bleibt bis zum jeweiligen Anpfiff änderbar.
Angepfiffene Spiele verschwinden nicht sofort
Mit dem Anpfiff endet der Tippschluss für diese Partie — die Eingabefelder weichen dem LIVE-Zeichen. Von der Seite verschwindet das Spiel aber nicht: Laufende Begegnungen bleiben rund einen Tag lang sichtbar, damit ein Spieltag auch während er läuft als Ganzes zusammensteht. Erst wenn die Datenquelle das Spiel als beendet meldet, wandert es in den Reiter „Abgeschlossen", wo die Tipps der ganzen Familie aufgedeckt werden. Was in diesen Minuten genau passiert, erklärt Live-Ergebnisse im Spielplan; warum der Anpfiff die harte Grenze ist, steht in Fair bis zum Anpfiff.
Die rote Zahl zeigt genau dieses Fenster
„Noch 3 Spiele ohne Tipp" — diese Erinnerung auf der Startseite, das kleine rote Zeichen am Tipps-Reiter und die Zahl am jeweiligen Liga-Block zählen alle dasselbe: die Spiele, die im Fenster sichtbar und noch tippbar sind und für die von euch noch kein Tipp vorliegt. Angepfiffene Partien zählen nicht mehr mit, Spiele hinter dem Fenster noch nicht. Die Zahl bezieht sich also immer auf Arbeit, die gerade wirklich vor euch liegt — nie auf eine ferne Restsaison. Mehr dazu in Nie wieder einen Tipp vergessen.
Was sonst noch im Fenster landet — und was nicht
Gezeigt werden ausschließlich Spiele der Wettbewerbe, die eure Familie tatsächlich spielt. Fügt ihr eine Liga hinzu, erscheinen deren Spieltage ab sofort mit; entfernt ihr sie, verschwinden sie aus der Liste. Partien, die im Spielplan gestrichen wurden, tauchen ebenfalls nicht auf. Und Spielpläne, die noch gar nicht veröffentlicht sind, kann auch das Tipp-Fenster nicht vorziehen — sie kommen automatisch dazu, sobald die Datenquelle sie liefert.
Bei zwei Ligen sortiert die Seite selbst
Sind Spiele aus mehreren Wettbewerben im Fenster, gruppiert die Tipps-Seite sie in aufklappbare Blöcke — einen je Liga, mit der Anzahl der Spiele und den noch offenen Tipps als kleiner Zahl daneben. Alle Blöcke sind von Anfang an offen, Zuklappen ist die Zusatzmöglichkeit, nicht der Ausgangszustand. Innerhalb eines Blocks stehen die Partien chronologisch, das nächste Spiel oben. Läuft nur ein Wettbewerb, spart sich die Seite die Blöcke und zeigt einfach die Liste.
Warum nicht einfach die ganze Saison?
Weil eine Liste mit dreihundert Spielen niemandem hilft. Das Fenster macht aus dem Tippen eine Aufgabe, die man in einem Zug erledigt: aufmachen, alles tippen, was da ist, zumachen. Genau darauf zielt auch die zweite Regel — ein Spieltag am Stück ist eine runde Sache, ein angeschnittener wäre ein offener Posten. Wie sich daraus eine feste Gewohnheit machen lässt, zeigt die Checkliste für den Spieltag.
Kurz zusammengefasst: Sichtbar ist jeder Spieltag, der mindestens ein Spiel in den nächsten fünf Tagen hat — und zwar vollständig. Hat eine Liga gerade Pause, kommt ihr nächster Spieltag komplett. Getippt wird bis zum Anpfiff jeder einzelnen Partie. Einen Überblick über alle Funktionen der App gibt der Funktions-Überblick.