Ein Bundesliga Tippspiel für die Familie soll vor allem eines sein: schnell zu bedienen. Wer am Freitagabend zehn Minuten hat, will tippen und nicht erst ein Handbuch lesen. Trotzdem lohnt es sich, einmal in Ruhe zu sehen, was alles drinsteckt — vieles davon findet man sonst nie. Dieser Überblick geht die ganze App einmal durch und verlinkt bei jedem Punkt den ausführlichen Artikel dazu.

Fünf Bereiche — mehr gibt es nicht

Am unteren Bildschirmrand liegt die Navigation, und sie hat genau fünf Einträge: Home mit eurem Rang und den Statistiken, Tipps mit allen Spielen, Rangliste für den Vergleich innerhalb eurer Familie, Liga-Rang für den Vergleich mit allen anderen Familien und Familie für den Code, die Mitglieder und die Ligen. Alles Weitere ist in diesen fünf Bereichen untergebracht — es gibt keine versteckten Menüs.

Tipps abgeben: Was ihr in der Spieleliste seht

Unter „Tipps" stehen die anstehenden Spiele der nächsten acht Tage. Ein Spieltag wird dabei nie angeschnitten: Sobald eine einzige Partie in dieses Fenster fällt, ist der komplette Spieltag zu sehen, auch wenn das Montagsspiel eigentlich schon dahinter läge. Ihr könnt also immer alles auf einmal eintragen. Fällt gar kein Spiel ins Fenster — etwa in einer Länderspielpause —, zeigt die Liste trotzdem den nächsten vollständigen Spieltag. Getippt wird über zwei Zahlenfelder je Spiel, und ein abgegebener Tipp lässt sich bis zum Anpfiff beliebig oft ändern.

Tippschluss ist der Anpfiff — pro Spiel einzeln

Jede Partie schließt zu ihrem eigenen Anstoß. Das Freitagsspiel ist mit seinem Anpfiff dicht, die Samstagspiele laufen weiter. Danach ist weder eine Eingabe noch eine Änderung möglich, und dieses Spiel zeigt statt der Eingabefelder eine LIVE-Markierung. Warum das so streng gehandhabt wird, steht in Fair bis zum Anpfiff. Eine kurze Runde vor jedem Spieltag hilft, nichts zu verpassen — die Punkte dafür gibt es in der Spieltags-Checkliste.

Punkte: 3, 2, 1 oder 0

Nach dem Abpfiff wird jeder Tipp automatisch bewertet. Das exakte Ergebnis bringt 3 Punkte, die richtige Tordifferenz bei einem Sieg oder einer Niederlage 2 Punkte, die richtige Tendenz allein 1 Punkt, alles andere null. Ein Sonderfall ist das Unentschieden: Da die Tordifferenz dort immer null ist, gibt ein getipptes Remis auf ein Remis 1 Punkt — die 3 Punkte gibt es nur beim exakten Ergebnis. Die Stufen mit Rechenbeispielen erklärt So funktioniert das Punktesystem, und was das für eure Tippweise bedeutet, steht in Tendenz, Tordifferenz oder Volltreffer?

Die Startseite: Rang, Punkte, offene Tipps

„Home" begrüßt euch mit eurem Benutzernamen und zeigt darunter euren Platz in der Familie und eure Gesamtpunkte. Fehlt noch ein Tipp, erscheint ganz oben der Hinweis „Noch 3 Spiele ohne Tipp" — ein Tippen darauf führt direkt zur Spieleliste, und dieselbe Zahl steht als kleine Markierung am Tipps-Symbol in der Navigation. Diese Erinnerung meint immer nur euch selbst, nicht die ganze Familie; mehr dazu in Nie wieder einen Tipp vergessen.

Fun-Statistiken: der unterhaltsame Teil

Ebenfalls auf der Startseite wertet die App eure Tipps auf Eigenheiten aus: Wer hat die meisten exakten Ergebnisse, wer punktet gerade in Serie („Hot Hand"), welche zwei Mitglieder tippen fast immer gleich („Tipp-Zwillinge") und welche zwei fast nie („Erzrivalen"). Dazu kommen Auszeichnungen für Unentschieden-Freunde, Last-Minute-Tipper und Zweifler, die ihren Tipp oft noch einmal ändern. Diese Statistiken brauchen ein paar Mitspieler und ein paar gespielte Spiele, bevor sie erscheinen. Der ganze Katalog steht in Tipp-König, Hot Hand & Tipp-Zwillinge.

Zwei Ranglisten mit zwei verschiedenen Regeln

Die Rangliste ist der Vergleich am eigenen Esstisch: Dort zählt allein die Punktzahl, ein verpasster Spieltag kostet keinen Platz. Spielt eure Familie mehrere Ligen, gibt es Reiter für „Gesamt" und für jede einzelne Liga. Der Liga-Rang stellt dagegen alle Familien der App gegenüber, und dort wird nicht die Summe gewertet, sondern euer Punkteschnitt mal eurer Beteiligung — also dem Anteil der Spiele, bei denen mindestens einer von euch getippt hat. Ein Schnitt von 1,80 bei 90 % Beteiligung ergibt eine Wertung von 1,62. Das verhindert, dass eine Familie mit einem einzigen Volltreffer vor einer steht, die eine ganze Saison durchtippt. Große Familien haben dabei keinen Vorteil: Gezählt wird, ob überhaupt jemand getippt hat, nicht wie viele. Die ersten drei Plätze tragen drei, zwei und einen Stern im Familienwappen.

Die Familie verwalten

Unter „Familie" steht oben der Familien-Code — die Eintrittskarte, mit der neue Mitglieder beitreten. Wie eine Familie entsteht und wächst, steht in In 3 Schritten zur eigenen Tipp-Familie. Wer die Familie gegründet hat, ist Familien-Admin und kann zusätzlich den Familiennamen ändern, Benutzernamen anpassen, Passwörter für einzelne Mitglieder neu setzen, Mitglieder entfernen und die Admin-Rolle an jemand anderen übergeben. Alle Rechte im Detail: Familien-Admin: Was ihr alles einstellen könnt. Den eigenen Benutzernamen und das eigene Passwort kann übrigens jedes Mitglied selbst ändern.

Ligen: bis zu zwei gleichzeitig, ohne Aufpreis

Im Standard kann eine Familie zwei Ligen parallel spielen — die Bundesliga und dazu den Pokal, ohne dass das etwas kostet. Hinzufügen und Entfernen erledigt der Familien-Admin auf der Familien-Seite; eine Liga muss dabei immer bestehen bleiben. Wichtig zu wissen: Gewertet werden nur Spiele aus Ligen, die eure Familie aktuell spielt. Nehmt ihr eine Liga heraus, fallen ihre Punkte aus der Wertung — und kommen zurück, sobald die Liga wieder dabei ist. Alles dazu in Zwei Ligen, ein Konto.

Ergebnisse holt die App selbst

Spielplan und Ergebnisse stammen aus OpenLigaDB, einer frei zugänglichen, von der Community gepflegten Sportdatenbank. Die App gleicht laufend ab, sodass ihr während eines Spiels den Zwischenstand seht. Die Punkte werden allerdings erst verbucht, wenn eine Partie abgepfiffen ist — einen laufenden Punktestand gibt es bewusst nicht. Ebenso werden Terminverlegungen regelmäßig nachgezogen. Niemand muss also Ergebnisse eintragen oder nachrechnen; genau diese Handarbeit nimmt die App euch ab.

Anmelden ohne E-Mail-Adresse

Für ein Konto braucht es einen Benutzernamen (bis 16 Zeichen), ein Passwort mit mindestens 8 Zeichen und den Familien-Code. Eine E-Mail-Adresse wird nicht abgefragt und nicht gespeichert — praktisch für Kinder und für alle, die kein eigenes Postfach führen. Der Preis dafür: Es gibt keine automatische Passwort-Zurücksetzung per Mail. Stattdessen setzt der Familien-Admin ein neues Passwort, wenn jemand seines vergisst.

Was das Tippspiel kostet

Eine Familie startet kostenlos mit 3 Plätzen. Reicht das nicht, lassen sich weitere Plätze in Blöcken von 10 für je 2,99 € freischalten, bis zu einer Obergrenze von 50 Plätzen. Bezahlt wird im Web über PayPal, in der iPhone-App über Apples In-App-Kauf. Gekaufte Zusatzplätze gelten für die laufende Saison; für eine neue Saison ist ein erneuter Kauf nötig.

Aufs Handy holen

Das Tippspiel läuft im Browser auf jedem Gerät, lässt sich aber auch als App auf den Startbildschirm legen — dann startet es ohne Adresszeile wie eine normale App. Für Android und iPhone ist das je ein Weg von wenigen Schritten, beschrieben in Das Tippspiel aufs Handy holen. Euer Konto bleibt dabei dasselbe: Ihr könnt am Laptop tippen und am Handy nachsehen.

Was es bewusst nicht gibt

Keine Werbung, kein Tracking, keine Quoten und keinen Geldeinsatz. Die App finanziert sich allein über die zusätzlichen Plätze, nicht über Daten. Warum diese Entscheidung so getroffen wurde, steht in Warum es bei uns keine Werbung und kein Tracking gibt. Genau das macht es auch unkompliziert, Kinder oder Großeltern mittippen zu lassen — wie das in der Praxis aussieht, zeigen Oma, Opa, Enkel und die 5 Ideen für eine feste Tipp-Tradition.

Wenn ihr diesen Überblick einmal durchgegangen seid, kennt ihr die App — viel mehr Funktionen kommen nicht. Alles Weitere ist eine Frage der Gewohnheit: einmal pro Spieltag tippen, am Sonntagabend gemeinsam auf die Rangliste schauen.